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Geschichte / Politikwissenschaft / Politische Bildung / GeWi

Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Dieser Ausspruch wird einem unserer beiden Namensgeber, nämlich Wilhelm von Humboldt, zugeschrieben. Wie recht er damit hat!

So entspricht es auch unserem Selbstverständnis, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, auf deren Grundlage sie ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln und mündige Entscheidungen für die Gegenwart und die Zukunft treffen können. Deshalb steht neben der Aneignung fachspezifischer methodischer Fertigkeiten sowie der Fähigkeit zur Konstruktion und Dekonstruktion von Geschichtsbildern die Ausbildung der Urteilsfähigkeit im Zentrum des historisch-politischen Unterrichts.

In der 5. und 6. Klassenstufe lernen die Schülerinnen und Schüler im Fach „GeWi“ (Gesellschaftswissenschaften) die fachspezifischen Besonderheiten sowie die Schnittmengen zwischen den Fächern Geschichte, Geographie und Politik kennen und setzen sich mit Themen wie „Stadt und städtische Vielfalt – Gewinn oder ein Problem?“ oder „Demokratie und Mitbestimmung – Gleichberechtigung für alle?“ fächerübergreifend auseinander

Der Unterricht in der Sekundarstufe I umfasst für das Fach Geschichte in der Regel 90 Minuten pro Woche, welche aufgrund unseres Stundenmodells häufig in 2x60 Minuten in einem und 1x60 Minuten im anderen Halbjahr unterrichtet werden. Diese Taktung ermöglicht den Einsatz einer Vielzahl von (auch handlungs- und produktorientierten) Methoden, deren Anwendung in 45 Minuten oft kaum möglich wäre. Die von der Fachkonferenz festgelegten Schwerpunkte können Sie dem schulinternen Curriculum entnehmen.

Neben den aktuellen und politikwissenschaftlichen Bezügen im Regelunterricht wird das Fach Politische Bildung insbesondere in einer Politik-Woche unterrichtet, in der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit einem politikwissenschaftlichen Thema auseinandersetzen, so z. B. mit unserem Konsumverhalten und dessen globalen sozialen und ökologischen Folgen oder mit der Geschichte und Zukunft Europas. Am Ende dieser Auseinandersetzung steht eine Ausarbeitung, die einen Darstellungs- und einen Urteilsteil umfasst.

In der 7. Klassenstufe können die Schülerinnen und Schüler an einer Wochenendfahrt in den Archäologiepark Xanten teilnehmen und so Latein und Geschichte fächerübergreifend und anschaulich erleben.

In der 9. Und 10. Klassenstufe haben die Schülerinnen und Schüler zudem die Möglichkeit, an der Gedenkstättenfahrt der Schule nach Krakau und Auschwitz unter der Leitung von Teamerinnen und Teamern teilzunehmen, die zuvor durch Herrn Augner ausgebildet werden. Dieses nunmehr seit etwa 20 Jahren durchgeführte Projekt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und ist für die Teilnehmenden ein prägendes Erlebnis.

In der Oberstufe werden regelmäßig Leistungskurse in Geschichte eingerichtet, in denen nicht selten auch projektorientiert gearbeitet wird. So wurde z. B. die Verlegung eines Stolpersteins in der Nähe der Schule initiiert oder durch die letzten drei Leistungskurse das Projekt „Humboldt-Parcours“ – eine interaktive Schnitzeljagd für Kinder, Jugendliche und Familien durch Tegel – realisiert.

Daneben wählen zahlreiche Schülerinnen und Schüler Grundkurse in Geschichte in der Qualifikationsphase, in denen sie ihre Kenntnisse aus der Sekundarstufe I vertiefen und ihre Kompetenzen weiter ausbauen, um dann häufig Geschichte als Prüfungsfach im Abitur zu wählen.

Die Schülerinnen und Schüler, die Grund- und Leistungskurse in Politikwissenschaft belegen, verbinden theoretisches und historisches Wissen mit aktuellen Fragestellungen. Zudem nutzen wir Angebote externer Anbieter wie z. B. Veranstaltungen der Schwarzkopf- oder Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Leistungskurse organisieren nicht selten auch Veranstaltungen zu politischen Themen.