
16.11., 18:00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung
Vormittags geschlossene Lesungen für die Schüler des Humboldt-Gymnasiums:
Literaturförderung ist immer auch Leseförderung, gerade in der Schule. Nicht erst seit "Pisa" wird beklagt, dass in unserem Land zu wenig gelesen wird. Wir möchten dieser Entwicklung entgegenwirken und ich freue mich, dass die Humboldtschule mit ihren bereits zweiten Humboldt-Literaturtagen weiter dem Ziel folgt, ihre Schülerinnen und Schüler zu motiviere, öfter als zuvor zum Buch zu greifen. Aus der Forschung wissen wir, dass Kinder, die schon früh das Lesen als belohnendes Vergnügen erfahren, die Chance haben, im Erwachsenenalter zu kompetenten Leserinnen und Lesern zu werden.
Gleichzeitig ist diese Veranstaltung ein Beleg dafür, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Schülern an unserer Schule funktioniert. Ich danke vor allem Frau Nickel, aber auch allen anderen, die an der Vorbereitung der Humboldt-Literaturtage mitgearbeitet haben, den Kollegen, Förderern und Sponsoren - und ganz besonders den Autoren: Eine Woche lang sind bedeutende Schriftsteller der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur zu Gast an unserer Schule, um rund 600 Schülern vorlesen, mit ihnen über ihre Bücher zu sprechen und sie in dem Gefühl zu bestärken, dass Lesen ein ganz besonderes Erlebnis sein kann.
Ich wünsche den Literaturtagen 2009 viel Erfolg!
Dr. Bernd Kokavecz
Schulleiter
Schon mit dem allerersten Satz möchte der Autor den Leser oder die Leserin für sich gewinnen. Warum lesen wir Bücher? Lesen spricht alle Sinne an. Unsere Fantasie wird grenzenlos. "Die größten Abenteuer sind im Kopf", singt Andre Heller. Als Kind las ich (und später erneut) die Geschichte von dem Mann, der 28 Jahre lang ganz einsam auf einer unbewohnten Insel überleben musste: Robinson Crusoe. Dieses Buch von Daniel Defoe wurde vor 290 Jahren geschrieben - immer noch, auch im Computer-Zeitalter, ein Überlebensbuch. Bücher sind zum Überleben da!
Früher sagten manche Erwachsene ihren Kindern: "Liest du schon wieder? Nun tu doch endlich was und sitz nicht so herum!" Als wäre Lesen ein Nichtstun! Dabei ist es allerschönste Arbeit. Jedes Buch ist anders, nicht jedes ist ein "Spaßbuch". Manche Bücher bieten Zuwendung und machen Mut. Paul Auster, der große amerikanische Erzähler, ist davon überzeugt, wenn er erklärt: "Geschichten sind die Grundnahrung der Seele. Ohne Geschichten können wir nicht leben."
Wie Bücher entstehen und was alles notwendig ist, bis so ein Buch druckfrisch in der Hand liegt, das wissen die meisten Leser nicht. Umso spannender ist es, wenn ein Autor, eine Autorin aus eigenen Büchern vorliest. Dann kann man mit Autoren reden und fragen: "Wo kommt der Einfall her?" Für Schüler ist das wunderbar. Deshalb ein Lob der Schule und allen Beteiligten, die es möglich machen, dass Autoren, Bücher und Leser zusammenfinden.
Hans-Joachim Gelberg
Mitbegründer
des Verlages Beltz & Gelberg
Unser Informationssystem wird realisiert mit open-Source-Software: LINUX, MySQL, PHP
©Humboldt-Gymnasium Berlin-Tegel
Renate Schulte, Bernd Kokavecz
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