
In jedem Jahr nehmen wir drei oder vier siebente Klassen auf – wir nennen sie „Regelklassen“ – im Unterschied zu den Schnellläufern, die bereits seit der fünften Klasse das Humboldt–Gymnasium besuchen.
Die Aufnahme in die Regelklassen folgt den Bestimmungen des Berliner Schulgesetzes, in dem festgelegt ist, dass Sprachenfolge, Wahlpflichtangebot, Schulprogramm, Grundschulempfehlung und Wohnortnähe eine Rolle spielen. In den letzten Jahren war die Nachfrage so groß, dass realschulempfohlene Schüler nicht aufgenommen werden konnten. Unter den übrigen Interessenten entscheidet das Los. In begründeten Einzelfällen kann vom Losverfahren abgesehen werden.
Wer das Humboldt–Gymnasium besucht, der entscheidet sich damit auch für Latein. Als zweite Fremdsprache (nach dem Englisch der Grundschulzeit) bieten wir nur (!) Latein an - also weder Französisch noch Spanisch (Französisch kann allerdings später als 3. Fremdsprache ab Klasse 9 gewählt werden). Wer in der Grundschule Französisch als erste Fremdsprache gewählt hat, kann leider nicht bei uns aufgenommen werden.
Auch die Schüler der Regelklassen benötigen nur noch 12 Jahre bis zum Abitur – für sie wurde der bisherige elfte Jahrgang gestrichen. Die entfallenden Stunden wurden auch auf die Jahrgänge 7 bis 10 verteilt.
Wir bleiben dabei: wir
wollen keine frühe fachliche Festlegung unserer Schülerinnen
und Schüler. Wir glauben, dass sie im ersten Jahr genug damit zu
tun haben, sich auf die Anforderungen des Gymnasiums einzustellen.
Wir wünschen uns, dass sie ein breites Fundament erwerben, alle
Fächer gleichmäßig kennen und dann erst auf
der Basis dieser Erfahrung sich für eine spätere
Ausrichtung in den folgenden Klassen entscheiden.
Deshalb gibt es
im siebenten Jahrgang am Humboldt–Gymnasium keine Musik–,
Mathematik– oder Naturwissenschaften–Spezialklasse. Wir
fördern die Naturwissenschaften durch unser besonderes
Wahlpflichtfach Technik und Natur und durch
unsere im Berliner Vergleich außerordentlich erfolgreiche
Arbeitsgemeinschaft Jugend forscht.
In der Stundentafel stehen in der 7. Klasse zwei Stunden zur Verfügung, die die Schule beliebig einsetzen kann.
Eine Stunde geben wir nach Englisch. Die Stundentafel sieht hier nur drei Stunden vor – das ist zu wenig, um angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen des Englischunterrichtes an den Grundschulen ein einheitliches Niveau zu erreichen. Die zweite Stunde dient der Einführung eines Faches „Memo“ („Medien und Methoden“), in dem die Schüler Arbeitstechniken, den Umgang mit dem Computer und das Präsentieren erlernen. Möglich wäre auch die Verstärkung eines weiteren Faches.
Hier müssen sich die Kinder für ein zweijähriges Wahlpflichtfach entscheiden. Sie können wählen: zwischen einer Sprache (entweder Französisch oder Chinesisch) und einer grundlegenden naturwissenschaftlichen Orientierung in unserem Wahlpflichtfach Technik und Natur, das es an keinem anderen Berliner Gymnasium gibt. Alle drei Möglichkeiten sind am Humboldt–Gymnasium seit Jahren erprobt, haben sich als sehr erfolgreich erwiesen und werden stark nachgefragt, so dass ihr Weiterbestehen gesichert ist.
Das 10. Schuljahr muss die Funktion der alten elften Klasse mit übernehmen – nämlich die Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe mit ihren Leistungskursen und Grundkursen.
Im übrigen profitieren alle unsere Schüler von dem besonderen Angebot des Humboldtgymnasiums: Seit bald vierzig Jahren gehört dazu Wirtschaftslehre (ab Klasse 10). Bewährt haben sich die Wahlpflichtfächer Technik und Natur und Chinesisch. Ebenfalls sehr erfolgreich sind in allen Klassenstufen der Jahrgänge 7 bis 10 Englisch als Arbeitssprache, Enquiry and performance im zwölften Jahrgang, sehr wichtig ist auch das Fach Informatik, das bei uns sogar als Leistungskurs belegt werden kann.
Unser Informationssystem wird realisiert mit open-Source-Software: LINUX, MySQL, PHP
©Humboldt-Gymnasium Berlin-Tegel
Renate Schulte, Bernd Kokavecz
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