Das Schulinterne Curriculum des Humboldt-Gymnasiums

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Die deutsche Kultusministerkonferenz hat 2002 „nationale Bildungsstandards“ eingeführt.

Für die Rahmenlehrpläne bedeutet dies eine „Output–Orientierung“. Das heißt: Nicht die detaillierte Vorgabe von Unterrichtsstoff („Input–Orientierung“) wird angestrebt, sondern die Überprüfbarkeit von Lernergebnissen („Output“) auf der Basis von Standards.

In der Praxis ist diese Neuorientierung nur bedingt umzusetzen. Dafür gibt es vor allem drei Gründe:

  1. Der einzelne Lehrer verständigt sich mit seinen Fachkollegen nicht nur über Kompetenzen, sondern vor allem Stoffe oder Themen, an denen diese Kompetenzen erworben werden.

  2. Auch plant er seinen Unterricht als nach und nach zu behandelnden Stoff und nicht als nach und nach zu entwickelnde Kompetenz, weil viele Kompetenzen nicht schrittweise zu erwerben sind, sondern in allen Altersstufen immer wieder geübt werden müssen.

  3. Jeder Kompetenzerwerb ist an Stoff gebunden. Dieser hat meist eine eigene Sachlogik, die systematisch zu entfalten und nicht beliebig ist.

Deshalb müssen die schulinternen Curricula weiterhin zunächst Unterrichtsthemen benennen und können erst dann auf die an ihnen zu erwerbenden Kompetenzen verweisen.

In dem Maße, wie verlässliche Rahmenlehrpläne der Senatsverwaltung in die Schulen gelangen, entwickeln alle Fachkonferenzen des Humboldt–Gymnasiums schulinterne Fachcurricula. Diese konkretisieren die Rahmenlehrpläne und nutzen – soweit realisierbar – die in diesen vorgesehenen Freiräume.

Diese Fachcurricula folgen dem im Schulprogramm formulierten Leitbild des Humboldt–Gymnasiums. Darin heißt es unter Berufung auf Wilhelm und Alexander von Humboldt:

„Wir wollen, dass auf der Grundlage soliden schulischen Wissens auch das Wesen der Forschung erfahren wird. Wir wollen keine Bildung als schiere Akkumulation gesicherter und abgeschlossener Kenntnisse, sondern als offenen Progress, als geistige Auseinandersetzung im vorwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs.

Unsere Schüler sollen das sprachliche Rüstzeug erhalten, das ihnen internationale Begegnungen möglich macht und das Verstehen globaler Zusammenhänge fördert.

Die Einsicht in die Unabschließbarkeit der Erkenntnis, internationaler Austausch sowie die Erfahrung und Praxis eines partnerschaftlichen Umgangs im schulischen Gemeinwesen sollen dazu beitragen, dass sich unsere Schüler zu Persönlichkeiten heranbilden, die Dogmatikern und Ideologen nicht glauben, nicht Stärke daraus gewinnen müssen, dass sie andere missachten.

Unser Ziel ist ein Unterricht, der auf der bewährten fachwissenschaftlichen Ordnung der Wissenschaften beruht, aber fachübergreifende und fächerverbindendeAspekte pflegt.

Der Unterricht gibt den Schülerinnen und Schülern Zeit zur Entwicklung ihrer geistigen Anlagen, zur Befriedigung ihrer Neugier und zur Betätigung ihrer Fähigkeiten und Interessen im Rahmen der Fächer und darüber hinaus. Inhalte und Methoden zielen ab auf die wachsende Entfaltung der Kräfte, die das Verstehen von Zusammenhängen und ein selbständiges Weiterlernen, Fragen und Forschen ermöglichen.“

Diese Gedanken bilden die Entwicklungsschwerpunkte unseres Gymnasiums und liegen den einzelnen Fachcurricula zugrunde.

Die Curricula einiger Fächer oder wichtiger Teilgebiete werden von den Fachkonferenzen noch diskutiert und im kommenden Schuljahr nachgetragen. Beachten Sie bitte, dass die Formulierungen zum Teil noch im Lichte der Rahmenplanvorgaben der Senatsschulverwaltung und der Diskussion auf den Fachkonferenzen überarbeitet werden.

Der nächste Schritt unserer Ausarbeitung wird es sein, auf der Basis dieser sehr komplexen Beschreibung dessen, was wir in den einzelnen Fächern für notwendig halten, zu prüfen, welche gemeinsamen, fächerverbindenden Schwerpunkte über die hier bereits genannten Berührungspunkte hinaus gesetzt werden können.

Für die Darstellung der schulinternen Curricula haben wir kein einheitliches Layout gewählt, da dies die Besonderheiten der einzelnen Fächer unnötig einschränken würde.

Dr. Hinrich Lühmann, Juni 2007

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Gesamtes Curriculum (1 MB) (Stand März 2007)

Fachspezifische Teilabschnitte:

Unser Informationssystem wird realisiert mit open-Source-Software: LINUX, MySQL, PHP
©Humboldt-Gymnasium Berlin-Tegel
Renate SchulteBernd Kokavecz
 
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